Dipl.-Ing. (FH) Armin Sattler

Prokurist, Niederlassungsleiter Bodensee, Leitung Bauphysik
EGS-plan Ingenieurgesellschaft für Energie-, Gebäude- und Solartechnik mbH - Niederlassung Bodensee
Lichtbild Armin Sattler

Wir planen klimaneutrale Gebäude und Quartiere. 100% 

Armin Sattler
Prokurist, Niederlassungsleiter Bodensee, Leitung Bauphysik

Wir realisieren seit fast 30 Jahren mit großer Leidenschaft energieeffiziente Gebäude und klimaneutrale Quartiere. Das Portfolio unseres Ingenieurbüros reicht von der Energie- und Gebäudesimulation über die Planung von Gebäudetechnik und Bauphysik bis hin zur Bauüberwachung und Betriebsoptimierung. Mit unseren fachübergreifenden Teams erarbeiten wir innovative und wirtschaftliche Lösungen für unsere Kunden und beraten zur Nachhaltigkeit und Zertifizierung.

Hierbei entwickeln wir ganzheitliche Energiekonzepte im Planungsteam bereits ganz am Anfang eines Projektes. Dabei stehen die Anforderungen des Bauherrn und des Nutzers im Mittelpunkt. Dies gilt für ein einzelnes Gebäude als auch ein Quartier oder eine Stadt. Dabei berücksichtigen wir die klimatischen Verhältnisse am Standort sowie das Zusammenspiel aus Gebäudehülle und Anlagentechnik. Unsere Konzepte sind zielorientiert auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Nutzerkomfort und Wirtschaftlichkeit ausgerichtet.

Kostenfreie Initialberatung möglich Kontakt per E-Mail
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Anzahl der realisierten Projekte (letzte drei Jahre)
über 100 Mio. €
Begleiteter Projektumfang (letzte drei Jahre, alle Projekte)
Branche
Kunst, Unterhaltung, Erholung, Sport

Das Nationaltheater Mannheim ist das größte Theater der Metropolregion Rhein-Neckar und eines der bedeutendsten Vierspartenhäuser Deutschlands. Das heutige Gebäude stammt aus den 1950er-Jahren, steht unter Denkmalschutz und wird seit 2022 umfassend saniert und technisch erneuert. Nach einer intensiven Planungsphase, die bereits 2016 begann, entsteht ein zukunftsfähiges Theater, das sowohl den hohen künstlerischen Ansprüchen als auch den technischen und energetischen Herausforderungen eines modernen Kulturbetriebs gerecht wird. Die Fertigstellung der Baumaßnahmen ist realistisch für 2028 vorgesehen, das Projektvolumen liegt inzwischen bei rund 330 Millionen Euro.

EGS-plan ist bei diesem komplexen Großprojekt seit Projektbeginn für die bauphysikalische Planung, die vollständige Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung sowie für zentrale Nachweis- und Qualitätsprozesse verantwortlich. Die Ertüchtigung der Gebäudehülle erfolgt unter den strengen Vorgaben des Denkmalschutzes, während räumliche, energetische und akustische Optimierungen gleichzeitig die Funktionsfähigkeit des Theaters auf ein zeitgemäßes Niveau heben. Besonders herausfordernd ist die Planung der Lüftungstechnik, da das Gebäude mit seinen vielfältigen Nutzungen insgesamt 43 Lüftungsanlagen erfordert. Auch die gesamte Elektro- und Bühnentechnik wird umfassend modernisiert und an heutige betriebliche Anforderungen angepasst. Die Anbindung an die bestehende Fernwärme bleibt erhalten und wird effizient in das neue Energiekonzept integriert.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Neuplanung des Orchesterprobensaals, der aufgrund unzureichender akustischer Bedingungen vollständig neu konzipiert wurde. Der Saal wurde rund sechs Meter tiefer in den Bestand eingegriffen, um ein deutlich größeres Raumvolumen zu schaffen und die bisher extrem hohen Lautstärken zu reduzieren. Die neue elementierte Bauweise ermöglicht es, Oberflächen mit unterschiedlichen Absorptionsgraden gezielt anzuordnen, während geneigte und gewölbte Flächen für optimierte Reflexionen und Streuungen sorgen. Ergänzend erlaubt eine flexible Raumakustik mit variablen Vorhängen die Anpassung an verschiedene Ensemblegrößen. Damit erfüllt der Saal die heutigen arbeits- und raumakustischen Anforderungen und bietet gleichzeitig eine Galerie, über die Probenbetrieb beobachtbar und erlebbar wird.

Neben der Fachplanung übernimmt EGS-plan auch Schadstoffuntersuchungen, bauphysikalische Qualitätskontrollen sowie Blower-Door-Messungen. Die enge Verzahnung aus Bauphysik, HLSK- und Elektrotechnik sowie die besondere Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Rahmenbedingungen machen das Projekt zu einem der anspruchsvollsten Kulturbausanie­rungen der letzten Jahre.

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Vorplatz. Foto: Schmucker und Partner planungsgesellschaft mbh
Chorprobensaal. Foto: Schmucker und Partner planungsgesellschaft mbh
Orchesterprobensaal. Foto: Schmucker und Partner planungsgesellschaft mbh
Foyer. Foto: Schmucker und Partner planungsgesellschaft mbh
Branche
Grundstücks-, Wohnungswesen
Erziehung, Unterricht, Hochschulen

In Esslingen entsteht auf dem Gebiet des ehemaligen Güterbahnhofs das innerstädtische Quartier „Neue Weststadt“ mit ca. 500 Wohnungen, Büro- und Gewerbeflächen sowie einem Neubau der Hochschule Esslingen. Im Rahmen des Forschungsvorhabens „Klimaneutrales Stadtquartier – Neue Weststadt Esslingen“ wird ein zukunftsfähiges Energiekonzept auf Quartiersebene umgesetzt.

Das Ziel „Klimaneutralität“ wird durch eine wirtschaftlich optimierte Kombination aus Energieeffizienz, Solarisierung der Gebäude und Import von Erneuerbaren Energien (Biomethan, Grüner Strom) erreicht. Kernstück des technologisch innovativen Stadtquartiers ist das energetische Versorgungskonzept. Dieses folgt einem zukunftsfähigen Ansatz, bei dem auf lokaler Ebene eine Kopplung der Sektoren Strom, Wärme, Kälte und Mobilität im Mittelpunkt steht. Dafür wurde im Zentrum des Quartiers eine zentrale Versorgungsinfrastruktur mit einer Energiezentrale errichtet.

Überschüssiger erneuerbarer Strom aus den lokalen Photovoltaik-Anlagen und aus überregionaler „grüner“ Stromerzeugung wird mittels Elektrolyse in „Grünen Wasserstoff“ umgewandelt. Durch die Nutzung der bei der Wasserstoff-Produktion entstehenden Abwärme (30%) zur Wärmeversorgung der Gebäude wird der Wirkungsgrad des Systems auf rund 90 % gesteigert. Die systemdienliche Verwertung des regenerativ erzeugten „grünen Wasserstoffs“ geschieht durch die partielle Einspeisung ins lokale Gasnetz sowie regionale Vermarktungspfade zur Industrie und Mobilität. Die Neue Weststadt ist eines von sechs städteplanerischen Leuchtturmprojekten, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden.

Auszeichnungen:

2023: ODH Quartiersaward – Impact

2022: Innovationspreis Reallabore

2021: Steinbeis-Stiftung-Löhn-Preis

DGNB-Zertifizierung in Platin

Foto: RVI GmbH
Foto: RVI GmbH
Branche
Öffentliche Verwaltung, Sozialversicherung

Mit der neuen Atemschutzübungsstrecke wurde im Landkreis Konstanz eine zentrale Infrastruktur für die Aus- und Fortbildung der Feuerwehren geschaffen. Der Neubau schließt eine langjährige Versorgungslücke und stellt den Einsatzkräften erstmals seit vielen Jahren wieder eine zeitgemäße, leistungsfähige und wohnortnahe Ausbildungsumgebung zur Verfügung. Ziel des Projekts war es, eine dauerhaft nutzbare Anlage zu realisieren, die sowohl aktuellen als auch zukünftigen Anforderungen an die Feuerwehr-Ausbildung gerecht wird.

Realitätsnahe Übungsbedingungen

Herzstück des Neubaus ist die modular aufgebaute Atemschutzübungsstrecke. Sie bildet typische Einsatzsituationen realitätsnah ab und ermöglicht ein intensives Training unter kontrollierten Bedingungen. Künstliche Rauchentwicklung, variable Licht- und akustische Effekte sowie unterschiedliche räumliche Anforderungen wie Kriechstrecken, horizontale und vertikale Engstellen oder wechselnde Hindernisse sorgen für eine hohe Praxisnähe. So können Feuerwehrangehörige ihre vorgeschriebenen Jahresübungen ebenso wie vertiefende Trainingseinheiten sicher und zugleich anspruchsvoll absolvieren.

Funktionale und flexible Nutzung

Der Standort ist als multifunktionale Ausbildungsstätte konzipiert. Ergänzend zur Übungsstrecke stehen Schulungs- und Besprechungsräume für Theorieeinheiten, Unterweisungen und Fortbildungen zur Verfügung. Funktional gegliederte Nebenräume sowie moderne Sanitärbereiche gewährleisten klare und effiziente Abläufe zwischen Vorbereitung, Training und Nachbereitung. Eine integrierte Fernmeldebetriebsstelle ermöglicht zudem die Nutzung als Lagezentrum im Einsatzfall. Der Außenbereich ist bereits für eine spätere Heißausbildung vorgesehen und eröffnet langfristig zusätzliche Trainingsmöglichkeiten unter realistischen thermischen Belastungen.

Nachhaltige Planung und Qualitätssicherung

EGS-plan war bei dem Projekt für zentrale bauphysikalische, energetische und qualitätssichernde Leistungen verantwortlich. Dazu zählten die Auslegung eines effizienten Wärmeschutzes, die Energiebilanzierung sowie die Planung der Raumakustik in Lehr- und Kommunikationsbereichen. Technische Bereiche wurden akustisch entkoppelt, um einen störungsarmen Betrieb zu gewährleisten. Aspekte der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz wurden konsequent berücksichtigt, mit dem Ziel eines wirtschaftlichen und langlebigen Gebäudebetriebs.

Darüber hinaus begleitete EGS-plan die DGNB-Silber-/QNG-Zertifizierung, die sich aktuell im laufenden Prozess befindet, sowie die Förderberatung nach KFN QNG. Zur Sicherstellung der Bauqualität führten wir Blower-Door-Messungen und Schadstoffuntersuchungen durch und begleiteten die Umsetzung durch regelmäßige Baustellenkontrollen.

Einweihung der Atemschutzübungsstrecke
Branche
Grundstücks-, Wohnungswesen

Mit dem Neubaugebiet Killberg IV entsteht am nördlichen Stadtrand von Hechingen ein innovatives Wohnquartier für rund 1.300 Menschen und somit ein bundesweit einzigartiges Modellprojekt für nachhaltige Energieversorgung. Ziel des Projekts ist es, eine nahezu vollständig regenerative Wärmeversorgung mit Nutzung von Solarthermie und Geothermie zu schaffen und den Energiebedarf des Quartiers weitgehend CO₂-neutral zu decken.

Herzstück des Projekts ist ein in eine ehemalige Erddeponie integrierter saisonaler Erdbecken-Wärmespeicher 18.000 m³ Wasserinhalt, der im Sommer mit solar erzeugter Wärme aufgeladen und im Winter zur Deckung des Heizbedarfs genutzt wird. Die Südflanke der Deponie trägt eine großflächige thermische Solaranlage mit einer Fläche von rund 7.000 m², die den Langzeitspeicher über die Sommermonate erwärmt. Ergänzend wird die gespeicherte Wärme im Winter mit einer Wärmepumpe genutzt. Ein Erdsondenfeld in Verbindung mit einer weiteren Wärmepumpe trägt ebenfalls zur Wärmeversorgung bei, um eine ganzjährige, klimafreundliche Versorgung sicherzustellen. Die gesamte in der Heizzentrale zur Verfügung stehende Versorgungsleistung beträgt 3 MW.

Im Bereich HLSK verantwortet EGS-plan die Gesamtplanung der Wärmeversorgung, bestehend aus Energiezentrale, Technikgebäude, Einbindung Solarthermie und Erdbecken-Wärmespeicher, Wärmeverteilnetz und Übergabestation im Quartier. EGS-plan übernimmt auch die Planung der Steuerungs-, Mess- und Regeltechnik für die Heizzentrale und die Übergabestationen. Die Leistungen umfassen zudem die Integration der Photovoltaikanlagen zur Eigenstromversorgung der Heizzentrale sowie die Einbindung der Automatisierungs- und Regelungssysteme, die eine zentrale und energieoptimierte Betriebsführung ermöglichen.

Darüber hinaus führt EGS-plan die bauphysikalische Beratung durch und erstellt Schallimmissionsschutzgutachten, um den Komfort und die Aufenthaltsqualität im Quartier sicherzustellen. Dabei werden energieeffiziente Bauweisen, nachhaltige Materialien und emissionsarme Konzepte berücksichtigt.

Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Fachbereiche wird eine ganzheitlich abgestimmte und technisch ausgereifte Energieinfrastruktur gewährleistet. Die geplanten Systeme ermöglichen den effizienten Betrieb des innovativen Wärmenetzes und leisten einen zentralen Beitrag zur CO₂-neutralen Wärmeversorgung des gesamten Quartiers Killberg IV.

Foto: Fa. Schwämmle Ostfildern
Innenaufnahme Heizzentrale
Zertifizierungen
  • BAFA Energieaudit EN 16247
  • BAFA Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme DIN V 18599
  • BAFA Energieberatung für Wohngebäude
  • BAFA Vor-Ort-Beratung
  • Energieauditor:in EN 16247
  • Fachingenieur:in Energieeffizienz
  • Förderung Baudenkmale und erhaltenswerte Bausubstanz
  • Förderung Energieeffizient Bauen und Sanieren Nichtwohngebäude
  • Förderung Energieeffizient Bauen und Sanieren Wohngebäude
  • PHI Passivhausberater:in
2002–07
Dipl.-Ing (FH) Bauphysik
HfT Stuttgart
2019–02
VMPA anerkannte Schallschutzprüfstelle (Prüfstellenleiter)
VMPA
2015–12
Energieeffizienz-Experte für Wohn- und Nichtwohngebäude mit Zusatzqualifikation LCA (WG udn NWG)
DENA/KfW
2015–12
Bundesförderprogramm Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme (EBN) – Modul 1: Energieaudit DIN EN 16247
BAFA
2015–12
Bundesförderprogramm Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme (EBN) – Modul 2: Energieberatung DIN V 18599
BAFA
2015–12
Bundesförderprogramm Energieberatung für Wohngebäude (EBW)
BAFA
2018–04
Fachliste Schallschutz / Sachverständiger für Bauphysik / Energieberater / Sachverständiger für Energieeffiziente Gebäude
Ingenieurkammer Baden-Württemberg
2018–10
Nachweisberechtigter für Wärmeschutz und Schallschutz
Ingenieurkammer Hessen / Nordrhein-Westfalen
2025–06
Nachhaltigkeitskoordinator
BIngK
Partner:
Dipl.-Ing. Gerd Burkert
Gerd Burkert
Dipl.-Ing., Geschäftsführer Energieagentur Kreis Konstanz
Porträt Boris Mahler
Boris Mahler
Geschäftsführer
Auszeichnungen und Preise:
Deutscher Nachhaltigkeitspreis
Dipl.-Ing. (FH) Armin Sattler
EGS-plan Ingenieurgesellschaft für Energie-, Gebäude- und Solartechnik mbH - Niederlassung Bodensee
Adresse:

EGS-plan Ingenieurgesellschaft für Energie-, Gebäude- und Solartechnik mbH - Niederlassung Bodensee
Fritz-Reichle-Ring 6a
78315 Radolfzell
Deutschland

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